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Grüner Star (Glaukom) – Vorsorgeuntersuchung

Ein Schwerpunkt unserer Augenarztpraxis ist die Glaukomvorsorge und die Betreuung von Glaukompatienten

Was ist der Grüne Star?

Der Grüne Star oder Glaukom ist die häufigste Erblindungsursache neben der Zuckererkrankung und Unfällen. Das Glaukom ist aber gleichzeitig auch die am häufigsten vermeidbare Erblindungsursache.

Heute bezeichnen wir alle Erkrankungen, die mit – und auch in seltenen Fällen ohne – Drucksteigerung im Augeninnenraum einhergehen und das Sehvermögen durch Zerstörung des Sehnerven beeinträchtigen und dadurch zur Erblindung führen, als Glaukom oder Grünen Star.

Woher kommt der Ausdruck „Grün“ und „Star“?

Star kommt aus dem Mittelhochdeutschen von starr. Gemeint ist der starre Blick der Blinden. Grün deshalb, weil die Hornhaut des Auges, die normalerweise glänzt und die Farbe der dahinterliegenden Regenbogenheut erkennen läßt, sich bei höherem Augeninnendruck grünlich trüb verfärbt.

Im Griechenland der Antike hieß Glaukom „Eulenauge“ wegen der hohen Blendempfindlichkeit am Tage. Gemeint war aber eigentlich damals der graue Star, der bei alternden Eulen sehr häufig auftritt.

Wie merkt man, ob man diese Erkrankung hat?

Leider habe selbst ich als Augenarzt keine Möglichkeit, diese Erkrankung zu erkennen, außer den Empfehlungen der WHO zu folgen und mich ab dem 30. Lebensjahr jährlich einmal von einem Augenarzt untersuchen zu lassen.

Wie äußert sich das Glaukom und warum ist es so gefährlich?

Das Glaukom ist heimtückisch und hinterhältig: Unerkannt und zunächst unbemerkt zerfällt unser Blickfeld immer mehr. Das Schlimme daran ist, dass die Zerstörung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, auch nicht durch beste Operationen.

  • Normales Gesichtsfeld: Noch normalgroßer sog. blinder Fleck. Dieser entspricht der Stelle, an der der Sehnerv gebündelt den Augapfel verlässt.
  • Eingeschränktes Gesichtsfeld: Immer mehr Gesichtsfeldeinschränkung sowie Gesichtsfeldausfall auch im zentralen Blickfeld.
  • Stark eingeschränktes Gesichtsfeld: Immer mehr Gesichtsfeldeinschränkung sowie Gesichtsfeldausfall auch im zentralen Blickfeld.

Ist das so schlimm? Man sieht doch noch scharf!

Das beste Scharfsehen in der Mitte nützt uns nichts, da jegliche Orientierung im Raum fehlt. Unser Gleichgewichtssinn ist ebenfalls davon betroffen. Außerdem kann der letzte kleine Gesichtsfeldrest – man spricht auch von einer Insel – von heute auf morgen verschwinden: Manchmal bleiben sog. Restinseln noch erhalten, die natürlich kein Sehen mehr ermöglichen.

Was passiert nun genau beim Grünen Star? Man bekommt ihn ja nicht von heute auf morgen, oder?

Normalerweise hält die Flüssigkeit im Auge, das sog. Kammerwasser, durch einen genau definierten Druck den Augapfel in Form und gewährleistet so die korrekte Funktion des Auges. „Panta rei“ – „Alles fließt“, eine uralte Weisheit. Das Kammerwasser wird im Auge gebildet, ernährt wichtige innere Strukturen und transportiert Stoffwechselschlacken durch feine Abflusskanälchen nach außen.

Funktioniert dieser Abfluss nicht mehr, steigt der Druck im Augeninneren an: Dadurch wird der Sehnerv einerseits direkt geschädigt, andererseits wird die Blutgefäßversorgung der feinsten Gefäße, die den Sehnerven ernähren, eingeschränkt. Das führt unweigerlich langsam, aber sicher zur Erblindung.

Ca. 10 % unserer Mitmenschen leiden an dieser Erkrankung – viele davon, ohne es zu wissen. Allein in Deutschland leben eine halbe Million Menschen, die noch nicht wissen, dass sie am Glaukom erkrankt sind.

Welche Arten des Grünen Starts gibt es?

Es gibt verschiedene Formen:

  • das angeborene Glaukom,
  • das jugendliche oder auch spätjuvenile Glaukom,
  • das Weitwinkelglaukom,
  • das Engwinkelglaukom sowie
  • Sonderformen, wie Normaldruck-, Niedrigdruck-, Pigment-, Pseudoexfoliationsglaukom.

Wie erkennt man das angeborene Glaukom?

Das angeborene Glaukom ist relativ gut zu erkennen. Da die Augapfelhüllen beim Neugeborenen noch sehr weich sind, fallen diese Kinder sofort durch sehr große Augen auf!

Diese Kinder müssen unbedingt einem Augenfacharzt vorgestellt werden, da eine Erblindungsgefahr nur mit Hilfe einer speziellen Operation beseitigt werden kann.

Wie erkennt man einen Grünen Star sonst?

Da hilft nur der Besuch beim Augenarzt, der Sie gezielt untersucht.

Was wird denn alles untersucht?

Augenärzte haben einen geschulten Blick dafür, wer einen beginnenden Grünen Star haben könnte. Mit die wichtigste Untersuchung ist natürlich die gezielte Inspektion des Sehnervs, der Papille.

Die Augeninnendruckmessung kann auf verschiedene Arten erfolgen: mittels Computer luftdruckgesteuert, mittels Applanation (das gebräuchlichste Verfahren) oder elektronisch.

In Verdachtsfällen wird dann das Blickfeld mittels Spezialcomputer überprüft, sodass dem Spezialisten viele Informationen vorliegen, die eine Diagnose bestätigen oder ausschließen.

Wie wird ein einmal festgestelltes Glaukom behandelt?

Meistens beginnt man nach eindeutiger Zuordnung des Glaukoms mit augeninnendrucksenkenden Augentropfen. Die heutige Vielfalt von Medikamenten und die ständige Forschung und Weiterentwicklung haben zur Folge, dass eine Erblindung bei dieser Erkrankung nicht mehr auftreten muss – jedoch nur, wenn man sie rechtzeitig erkennt.

Wie kann man das Glaukom rechtzeitig erkennen? Gibt es ein Warnzeichen?

Ja, es gibt Warnzeichen, allerdings nicht immer deuten diese auf einen Grünen Star hin. In jedem Fall müssen Sie einen Augenfacharzt aufsuchen, wenn Sie:

  • Sehstörungen,
  • Kopfschmerzen,
  • Kopfschmerzen mit Übelkeit und/oder Erbrechen oder
  • Schwindelgefühle haben.

Merken Sie sich: Die oben aufgeführten Beschwerden sind Notsignale. Selbst erkennen können sie das Glaukom nicht.

Was ist, wenn die Augentropfen nicht mehr helfen?

Es gibt heute eine große Anzahl von guten und hervorragenden Augenoperationen. Ihr Augenfacharzt trägt dafür Sorge, dass Ihnen bestmöglich geholfen wird.

Was für Spezialuntersuchungen zur genauen Verlaufskontrolle des Sehnerven gibt es denn heute?

Das Augenspiegeln und die Kontrolle durch den Augenarzt sind sicher am besten. Sollten spezielle Untersuchungen notwendig werden:

  • Stereofotografie des Sehnerven sowie
  • digitale Analyse des Sehnervenfotos mittels Lasertechnik.

Schlussbemerkungen

Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass die häufigste Form des Glaukom, das Offenwinkelglaukom, auf Grund eines genetischen Defektes entsteht. In nicht allzuferner Zukunft werden Gentechniken eingesetzt, um diese heimtückische Erkrankung noch besser und vor allem noch früher zu erkennen und gezielt behandeln zu können.

Eine Diagnose des Glaukoms ist durch unsere OCT-Untersuchung bereits in einem sehr frühen Stadium möglich.

So finden Sie uns:

Dr. med. Todor Toschkov
Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie

Kundratstraße 6 / 2. Stock / Top 5
1100 Wien

Tel. +43 (0) 1 890 84 82

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