Grüner Star (Glaukom)
Vorsorgeuntersuchung für eine der häufigsten Augenerkrankungen
Was ist der Grüne Star?
Heute bezeichnen wir alle Erkrankungen, die mit – und auch in seltenen Fällen ohne – Drucksteigerung im Augeninnenraum einhergehen und das Sehvermögen durch Zerstörung des Sehnerven beeinträchtigen und dadurch zur Erblindung führen, als Glaukom oder Grünen Star.
Woher kommt der Ausdruck „Grün“ und „Star“?
Im Griechenland der Antike hieß Glaukom „Eulenauge“ wegen der hohen Blendempfindlichkeit am Tage. Gemeint war aber eigentlich damals der graue Star, der bei alternden Eulen sehr häufig auftritt.
Wie merkt man, ob man diese Erkrankung hat?
Wie äußert sich das Glaukom und warum ist es so gefährlich?
Das Glaukom ist heimtückisch und hinterhältig: Unerkannt und zunächst unbemerkt zerfällt unser Blickfeld immer mehr. Das Schlimme daran ist, dass die Zerstörung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, auch nicht durch beste Operationen.
- Normales Gesichtsfeld: Noch normalgroßer sog. blinder Fleck. Dieser entspricht der Stelle, an der der Sehnerv gebündelt den Augapfel verlässt.
- Eingeschränktes Gesichtsfeld: Immer mehr Gesichtsfeldeinschränkung sowie Gesichtsfeldausfall auch im zentralen Blickfeld.
- Stark eingeschränktes Gesichtsfeld: Immer mehr Gesichtsfeldeinschränkung sowie Gesichtsfeldausfall auch im zentralen Blickfeld.
Ist das so schlimm? Man sieht doch noch scharf!
Was passiert nun genau beim Grünen Star? Man bekommt ihn ja nicht von heute auf morgen, oder?
Funktioniert dieser Abfluss nicht mehr, steigt der Druck im Augeninneren an: Dadurch wird der Sehnerv einerseits direkt geschädigt, andererseits wird die Blutgefäßversorgung der feinsten Gefäße, die den Sehnerven ernähren, eingeschränkt. Das führt unweigerlich langsam, aber sicher zur Erblindung.
Ca. 10 % unserer Mitmenschen leiden an dieser Erkrankung – viele davon, ohne es zu wissen. Allein in Deutschland leben eine halbe Million Menschen, die noch nicht wissen, dass sie am Glaukom erkrankt sind.
Welche Arten des Grünen Starts gibt es?
Es gibt verschiedene Formen:
- das angeborene Glaukom,
- das jugendliche oder auch spätjuvenile Glaukom,
- das Weitwinkelglaukom,
- das Engwinkelglaukom sowie
- Sonderformen, wie Normaldruck-, Niedrigdruck-, Pigment-, Pseudoexfoliationsglaukom.
Wie erkennt man das angeborene Glaukom?
Diese Kinder müssen unbedingt einem Augenfacharzt vorgestellt werden, da eine Erblindungsgefahr nur mit Hilfe einer speziellen Operation beseitigt werden kann.
Wie erkennt man einen Grünen Star sonst?
Was wird denn alles untersucht?
Die Augeninnendruckmessung kann auf verschiedene Arten erfolgen: mittels Computer luftdruckgesteuert, mittels Applanation (das gebräuchlichste Verfahren) oder elektronisch.
In Verdachtsfällen wird dann das Blickfeld mittels Spezialcomputer überprüft, sodass dem Spezialisten viele Informationen vorliegen, die eine Diagnose bestätigen oder ausschließen.
Wie wird ein einmal festgestelltes Glaukom behandelt?
Wie kann man das Glaukom rechtzeitig erkennen? Gibt es ein Warnzeichen?
Ja, es gibt Warnzeichen, allerdings nicht immer deuten diese auf einen Grünen Star hin. In jedem Fall müssen Sie einen Augenfacharzt aufsuchen, wenn Sie:
- Sehstörungen,
- Kopfschmerzen,
- Kopfschmerzen mit Übelkeit und/oder Erbrechen oder
- Schwindelgefühle haben.
Merken Sie sich: Die oben aufgeführten Beschwerden sind Notsignale. Selbst erkennen können sie das Glaukom nicht.
Was ist, wenn die Augentropfen nicht mehr helfen?
Was für Spezialuntersuchungen zur genauen Verlaufskontrolle des Sehnerven gibt es denn heute?
Das Augenspiegeln und die Kontrolle durch den Augenarzt sind sicher am besten. Sollten spezielle Untersuchungen notwendig werden:
- Stereofotografie des Sehnerven sowie
- digitale Analyse des Sehnervenfotos mittels Lasertechnik.
Schlussbemerkungen
Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass die häufigste Form des Glaukoms, das Offenwinkelglaukom, auf Grund eines genetischen Defektes entsteht. In nicht allzu ferner Zukunft werden Gentechniken eingesetzt, um diese heimtückische Erkrankung noch besser und vor allem noch früher zu erkennen und gezielt behandeln zu können.
Eine Diagnose des Glaukoms ist durch unsere OCT-Untersuchung bereits in einem sehr frühen Stadium möglich.